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DNA Tests werden immer besser
Wäre mehr Geld für die genetische Forschung da, würde alles schneller gehen.
In der Genetik und auch in der Hundezucht.
Einfach testen und dann sicher wissen welcher Hund für das Zuchtprogramm geeignet ist und welcher nicht?
Ein kühner Wunsch, der aber immerhin schon ansatzweise Realität geworden ist.
Nach nur 13 Jahren ist es Genetikern gelungen, über das Human Genomprojekt, die einzelnen Bausteine des menschlichen Erbgutes aufzuschlüsseln. Allerdings ist man noch meilenweit davon entfernt, die Funktionen umfassend zu erkennen. Genau genommen ist noch nicht einmal bekannt, wie viele Gene in den menschlichen Chromosomen sind. Aber lt. Schätzungen sollen es so zwischen 30.000-40.000 sein.
So weit so gut, was hat das mit Hunden zu tun?
Sehr viel, denn jeder Fortschritt in der Humanmedizin, ist auch ein Fortschritt für den Hundezüchter
Beim Hund wird zwar nicht der gleiche Aufwand getrieben wie beim Menschen, da nur wenig Geld zur Verfügung steht. Aber inzwischen kann auch der Hundezüchter auf verschiedene Möglichkeiten aus der Genetik zurückgreifen.
Zum Beispiel aussagekräftige Hinweise bezüglich der Abstammung und Identität.
Auch kann man bei Rassen wo es notwendig ist, die Fellfarbe voraussagen.
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American cocker Spaniel, Doberman, Flat coated Retriever, Labrador retriever, Pudel, Scottish Terrier |
Fellfarben |
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Alle Rassen |
DNA |
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Alle Rassen |
Genetischer Fingerabdruck |
Aber das ist nicht alles. Das wichtigste –eine krankheitsverursachenden Veränderung im Erbgut ist nun durch eine DNA-Diagnostik zu bestimmen. Man kann den Träger einer Mutation (Veränderung) identifizieren. Das ist ein sehr großer Fortschritt, da doch die meisten Erkrankungen bei Hunden auf autosomal rezessiven Erbgängen begründet sind.
Nicht erkannte Mutationsträger können sich durch die Zucht häufen. Die Folge, in kleinen Populationen kommt es zu einer massiven Ausbreitung krankheitsverursachenden Erbanlagen.
Nun können molekulargenetische Diagnoseverfahren, eine Diagnose in jedem Alter, im Idealfall also lange Zeit vor dem Ausbruch der Krankheit, stellen. Somit könnten Deckpartner und Welpen gezielt für die Zucht ausgewählt werden, um weitere Krankheitsfällen vorzubeugen. Eine frühzeitig eingeleitete Therapie könnte einem bereits betroffenen Tier viel Leid ersparen.
Mittlerweile sind die bestehenden DNA-Test schon recht gut, sie haben eine recht hohe Trefferquote. Zumindest die DNA-Tests, bei denen die krankheitsverursachenden Mutationen, direkt im Gen nachgewiesen werden.
Man bezeichnet dieses Ergebnis als sicher und eindeutig. Oder besser, der Rückschluss ist eindeutig.
Schließlich können Elterntiere, die frei von krankheitsverursachenden Allelen sind, auch keine an ihre Nachzucht weiter geben.
Bis jetzt ist man aber noch nicht so weit. Es werden erst vereinzelte Tests für die verschiedenen Rassen angeboten. Bei allen anderen Rassen/Krankheiten ist man mehr oder weniger dabei, zu forschen. Wie gesagt es fehlt das Geld.
Hier einige Beispiele:
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Cardigan Welsh Corgi |
gPRA (Generalisierte Progressive Retinaathrophie |
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Samojede, Sibirische Husky |
x-gekoppelte Form der PRA |
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Minischnauzer |
gPRA Typ A |
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Chesapeak Bay Retriever, Portugiesischer Wasserhund, Cocker Spaniel, Labrador Retriever, Minipudel |
gPRA pred.-Markertest |
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Briad |
Congenitale nachtblindheit |
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Neufundländer (hier will man für den Irish Terrier einen Test finden, es wird in der USA, Prof. Giger danach geforscht |
Cystinurie |
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Irish Setter |
Canine Leukozyten Adhäsiensiondefizienz (CLAD) |
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Dobermann, Labrador Retriever |
Narkolepsie |
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Doberman, Manchester Terrier, Pembroke Welsh Gorgi, Pudel, Scottish Terrier, Sheltie, Kooiker Houndche |
Von Willebrand Krankheit |
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Basenji |
Pyruvat-Kinase Defizienz |
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Englische Springer Spaniel, Cocker Spaniel |
Phoshofrukto-Kinase-Defizienz (PFK) |
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Portugiesicher Wasserhund |
GM 1 Gangliosidose |
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Globoidzellen-Leukodysrophie (Krabbe krnakheit) |
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Bedlington Terrier |
Kupferspeicherkrankheit |
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Basset Hound, Cardigan Welsh Gorgi |
Schwere kombinierte Immundefizienz |
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Lhasa Apso, Shih Tzu, Soft Coatet Wheaten Retriever |
Renale Dysplasie |
| Irish Terrier - hier ist man dabei in Frankreich einen Markertest, aufgrund von Speichelproben zu erforschen |
Hyperkeratose/corny Feet |
Der Ablauf bei den angebotenen DNA-Tests verläuft stets ähnlich
Eingereichtes Probenmaterial (Speichel oder besser EDTA-Blut) dient zur Gewinnung von Erbgut (DNA). Mithilfe einer polymerase-Kettenreaktion (PCR) vermehren Genetiker den im Fokus stehenden Genabschnitt millionenfach. Hierbei handelt es sich um den Genabschnitt, in dem Mutationen entdeckt werden sollen, die die Krankheiten verursachen können.
Danach wird die Basenfolge mit den unterschiedlichen moleulargenetischen Analysegeräten dokumentiert und ausgewertet.
Man unterscheidet zwischen
- direkten DNA-Test, bei denen das jeweilige Gen direkt untersucht wird
- und den indirekten DNA-Test/Markertest, bei denen das im Fokus stehende Gen noch nicht von vornherein bekannt ist. Aber die krankheitsverursachenden Mutation in diesen Fällen eng mit einem genetischem Marker verknüpft ist. Dieser Test ist entwickelt worden, man konnte über diese Analysen diese Koppelungen innnerhalb der Hundefamilien aufklären. Dadurch kann man über Marker diagnostizieren, ob der untersuchte Hund die Krankheit ausbildet oder ob er gesund bleibt.
Die Kosten von solchen DNA-Tests liegen zwischen 50 – 100 Euro. Dies ist aber gut angelegtes Geld und jeder verantwortungsvolle Züchter dürfte sich brennend dafür interessieren, ob sein Zuchttier irgendwann gesundheitliche Auffälligkeiten zeigen wird, oder nicht.
Wir Haseländer haben von allen unsere Hunde, also allen Zuchthündinnen, eine Blutprobe eingelagert und ein DNA-Profil erstellt.


